Sexdiversity

Events

Rechtliche Anerkennung nichtbinärer Geschlechter im globalen Vergleich

Im Oktober 2025 diskutierten mehr als 20 Jurist*innen aus aller Welt auf einer rechtsvergleichenden Tagung, die für den SFB „Sexdiversity“ an der Europa-Universität Flensburg organisiert wurde, wie unterschiedliche Rechtsordnungen genderdiverse Menschen anerkennen – darunter inter*, trans* und nichtbinäre Personen. Besonders deutlich wurde, dass bei den Kämpfen um Anerkennung die obersten Gerichtshöfe der verschiedenen Länder und auch die internationalen Menschenrechtssysteme eine zentrale Rolle spielen.

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Gesellschaft

Geschlecht und Sport – Die problematische Rückkehr der Sex-Tests

Seit September 2025 sorgt die Einführung von genetischen Geschlechtstest durch den internationalen Leichtathletikverband World Athletics für erheblichen Wirbel. Bei Wettbewerben wie der WM in Tokio müssen Athlet*innen, die in der Kategorie „Frauen“ antreten wollen, nachweisen, dass sie das sogenannte SRY-Gen nicht besitzen. Das SRY-Gen sitzt auf dem Y-Chromosom und setzt im Regelfall eine männliche Geschlechtsentwicklung in Gang. Wenn ein*e Athlet*in das SRY-Gen hat, führt es zum Ausschluss aus Frauenwettbewerben.
Diese Maßnahme löste eine Debatte aus, die sowohl wissenschaftliche als auch gesellschaftliche Fragen berührt: Können biologische Marker wie das SRY-Gen wirklich die komplexe Realität von Geschlecht abbilden? Ist ein solcher Test fair und ethisch vertretbar? Und wie spiegeln sich gesellschaftliche Anti-Gender-Diskurse in dieser Diskussion wider? Zunächst soll die Vorgeschichte der aktuellen Gentests kurz beleuchtet werden.

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Events

Distinguished Lecturer Series – Daphna Joel Lecture Now Available on YouTube

In this lecture, Daphna Joel challenges the long-held assumption of a sex binary in neuroscience and psychology. Drawing on her research, she demonstrates that most human brains are unique “mosaics” of features more common in either women or men. This finding suggests that sex alone explains very little about brain structure or behavior, calling for a reevaluation of how we study and understand sex and gender in the brain.

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Events

Why the Brain Isn’t Binary: DLS Recap on Rethinking Sex and Gender as a Mosaic

The lecture introduced central concepts in sex-based brain research and gendered neuroscience, with a focus on rethinking traditional binary models of the brain. Through vivid examples and data-driven insights, Professor Joel explored how unsupervised algorithms, anomaly detection, and brain architecture analyses can be used to challenge conventional perspectives and offer alternative interpretations of brain clustering methods. Participants were encouraged to reflect on how categories such as male and female are stereotypically constructed, applied, and questioned within both scientific and social frameworks. 

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Wissenschaftliche Grundlagen und Hintergründe

Was bedeutet geschlechtliche Vielfalt für die körperliche Entwicklung?

Der Sonderforschungsbereich 1665 („Sexdiversity–Determinanten, Bedeutungen und Implikationen der Geschlechtervielfalt in soziokulturellen, medizinischen und biologischen Kontexten“) beschäftigt sich mit der Hypothese, dass die Entwicklung der körperlichen Geschlechtsmerkmale auf verschiedenen Ebenen – Zellebene, Organe und in der allgemeinen Körperlichkeit – verläuft und durch unterschiedliche Prozesse gesteuert wird. Unter Berücksichtigung dieser Ebenen und Prozesse hat jedes Individuum eine eigene geschlechtliche Ausprägung, die über die allgemeine Binarität hinausgeht. In diesem Blogbeitrag werden wir diese Hypothese aus biomedizinischer Sicht erläutern, die wissenschaftlichen Grundlagen dazu darstellen und auf relevante Literatur verweisen, um die Argumentation zu untermauern. Damit wird deutlich, dass es keine einfachen Erklärungen für die körperlichen Merkmale von Geschlecht gibt.

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Gesellschaft

Geschlechterordnung per Dekret: Trumps Executive Order zur Zweigeschlechtlichkeit

Am 20. Januar 2025, dem ersten Tag seiner zweiten Amtszeit, unterzeichnete US-Präsident Donald Trump die Executive Order 14168 mit dem Titel Defending Women from Gender Ideology Extremism and Restoring Biological Truth to the Federal Government (Link). Es handelt sich um ein wirkmächtiges Dokument, das das Leben vieler Menschen prägt – mit dem Anspruch, Körpergeschlecht eindeutig zu definieren. Dabei vermischen sich ideologische Vorstellungen, politische Maßnahmen und wissenschaftliche Argumentationen.
In unserem Beitrag nehmen wir die darin gezeichneten Vorstellungen von Körpergeschlecht kritisch in den Blick.

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