Gender Studies

Gesellschaft

Geschlossene Gesellschaft: Geschlecht & Gefängnis

Gefängnisse sind Orte extremer Machtasymmetrien: Inhaftierte verlieren nicht nur ihre Freiheit, sondern unterliegen einer umfassenden staatlichen Kontrolle über Alltag, Körper und Identität. In diesem Sinne lassen sich Gefängnisse als Institutionen verstehen, in denen Disziplinierung und Normierung zentrale Funktionen erfüllen.
Doch wie wirken sich diese Formen der Normierung auf trans, inter und nicht-binäre (TIN) Personen aus? Das Verhältnis von Geschlecht und Gefängnis rückt derzeit erneut in den Fokus der Öffentlichkeit, ausgelöst durch zwei prominente Fälle: Zum einen die Auslieferung und anschließende Inhaftierung von Maja T., die sich als nicht-binär identifiziert und über gewaltvolle Haftbedingungen in Ungarn berichtet. Zum anderen der Fall der rechtsextremen Person Marla Svenja Liebich, deren kurz vor der Verurteilung erfolgte Personenstandsänderung eine mediale und politische Debatte über das Selbstbestimmungsgesetz (SBBG) und dessen mögliche Instrumentalisierung ausgelöst hat.

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Bridging Disciplines: Neuroscience Meets Gender Studies at CRC 1665 Distinguished Lecturer Series

Professor Kaiser Trujillo’s talk provided a compelling overview of the intersections between neuroscience and gender studies. Drawing on her long-standing work at the interface of these disciplines, she addressed the enduring scientific and political question of how a biological understanding of sex relates to cognition, communication, and behavior. The lecture critically examined how sex and gender are operationalized in neuroimaging studies (particularly fMRI) and how these practices shape, and often constrain, the ways in which human diversity is understood in brain research.

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Gesellschaft

Die Crux mit der Binarität: Der britische Supreme Court will das Körpergeschlecht vereindeutigen

Der UK Supreme Court, das höchste britische Gericht, hat am 16. April 2025 geurteilt, dass im britischen Gleichstellungsgesetz (Equality Act von 2010) unter „Geschlecht“ das “biologische Geschlecht“ gemeint sei, welches ausschließlich männlich oder weiblich bedeute. Entsprechend dürfen in Frauenquoten trans Frauen nicht mitgezählt werden. Trans Männer dürfen nicht in Männerabteilungen von Krankenhäusern liegen und auch andere „single sex spaces“ wie Toiletten oder Umkleideräume seien für Angehörige des jeweiligen Geburtsgeschlechts reserviert. Für Angehörige von geschlechtlichen Minderheiten, also für trans, inter und nichtbinäre (TIN*) Personen, die in dem Gerichtsverfahren offenbar gar nicht angehört wurden, schafft das offensichtlich Probleme.

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Recap on the Distinguished Lecture: NeuroGenderings: Approaches for gender-equitable brain research on 13 February 2025

Another event in the Distinguished Lecture Series took place in the week before the major CRC 1665 meeting, the scientific retreat, with Professor Sigrid Schmitz from Humboldt University Berlin as guest speaker.
The public lecture NeuroGenderings: Approaches for gender-equitable brain research took place on Thursday, 13 February 2025 in the Institute for History of Medicine and Science Studies (IMGWF) in Lübeck and simultaneously via Webex. Sigrid Schmitz’s lecture focused on the transdisciplinary NeuroGenderings network, which facilitates collaboration between experts from the neurosciences, gender, queer and feminist studies, as well as science and technology studies.

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Frequently Asked Questions

Welche Forschungsprojekte werden im Sonderforschungsbereich „Sexdiversity“ gebündelt?

Der SFB ist in drei Projektgruppen gegliedert, die die vielfältigen Perspektiven auf den Forschungsgegenstand Geschlecht aufzeigen. Die Projektgruppen werden anhand von ausgewählten Teilprojekten folgend vorgestellt.

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Recap: iRTG Summer School 2024

The annual iRTG summer school fosters an atmosphere of lively academic exchange. The program aims to provide excellent scientific training and a mutually supportive environment for a successful career development for all enrolled PhD candidates in all fields across natural sciences and humanities, MD candidates, and junior postdocs. In this blog post Leonie Blöbaum, a molecular neuroscientist, writes about her experiences of this year’s installment.

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