LGBTIQ

Gastbeitrag

Hürden für trans*, intergeschlechtliche und nicht-binäre (TIN)-Menschen im Gesundheitssystem

Das Recht auf Gesundheit und medizinische Versorgung ist ein grundlegendes Menschenrecht, das allen Personen unabhängig von Geschlechtsidentität, Geschlechtsmerkmalen oder sexueller Orientierung zusteht. Dennoch sehen sich trans*, intergeschlechtliche ebenso wie nicht-binäre (TIN) Menschen im deutschen Gesundheitssystem tagtäglich mit einer Vielzahl von Barrieren konfrontiert. Diese Barrieren können den Zugang zu bedarfsgerechter, respektvoller und zeitnaher medizinischer Versorgung erheblich erschweren oder verzögern. Solche Herausforderungen betreffen nicht nur die medizinisch-fachliche Seite, sondern reichen tief in die Bereiche sozialer Teilhabe, Bürokratie, rechtliche Anerkennung und gesellschaftlicher Akzeptanz hinein. Im Folgenden werden diese Hürden eingehender beleuchtet – insbesondere im Zusammenhang mit Hormonbehandlungen, der Geschlechtskodierung in offiziellen Dokumenten (z.B. der Sozialversicherungsnummer) sowie der Kostenübernahme von medizinischen Maßnahmen durch die Krankenkassen.

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Doing Science

Listening to the Stories that medicine left out: SexDiversity Stories on Oral-History.digital

What do we really know about the history of sex diversity? Academic publications, clinical records and pharmaceutical archives tell us one part of the story but leave out those perspectives most directly affected: the experiences of those undergoing therapies, medical procedures and medical harm. Our project, Medicating Sex (S09), sets out to change that. We are building a collection of oral history interviews with people who experienced medical treatment during a period of rapidly evolving approaches to sex diversity, and we are making them accessible on the platform Oral-History.digital.

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Allgemeines, Frequently Asked Questions

Was bedeutet „Sex Contextualism“?

Die einzelnen Forschungsprojekte des SFB „Sexdiversity“ forschen zwar zu verschiedenen Themen und kommen aus unterschiedlichen Disziplinen – von Medizin und Molekulargenetik über Neurowissenschaften bis hin zu Wissenschaftsgeschichte. Aber sie eint eine gemeinsame Perspektive: Alle Projekte forschen auf Grundlage des sogenannten „Sex Contextualism“, also eines kontextuellen Konzepts von Körpergeschlecht.

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Frequently Asked Questions

Stellt diversitätssensible Medizin die Gendermedizin in Frage?

Gelegentlich wird die Behauptung aufgestellt, die Diversitätsforschung würde die Gendermedizin gefährden oder rückgängig machen. Diese Unterstellung erzeugt Unsicherheit über das Verhältnis von geschlechtsspezifischer Medizin und Diversitätsforschung im Gesundheitsbereich. Dadurch wird zudem ein Konkurrenzverhältnis unterstellt, was so in der Realität nicht existiert. Vielmehr handelt es sich, wie ich zeigen möchte, um komplementäre Bereiche, die produktiv aufeinander Bezug nehmen.

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