Diversität

Gesellschaft

Geschlecht und Sport – Die problematische Rückkehr der Sex-Tests

Seit September 2025 sorgt die Einführung von genetischen Geschlechtstest durch den internationalen Leichtathletikverband World Athletics für erheblichen Wirbel. Bei Wettbewerben wie der WM in Tokio müssen Athlet*innen, die in der Kategorie „Frauen“ antreten wollen, nachweisen, dass sie das sogenannte SRY-Gen nicht besitzen. Das SRY-Gen sitzt auf dem Y-Chromosom und setzt im Regelfall eine männliche Geschlechtsentwicklung in Gang. Wenn ein*e Athlet*in das SRY-Gen hat, führt es zum Ausschluss aus Frauenwettbewerben.
Diese Maßnahme löste eine Debatte aus, die sowohl wissenschaftliche als auch gesellschaftliche Fragen berührt: Können biologische Marker wie das SRY-Gen wirklich die komplexe Realität von Geschlecht abbilden? Ist ein solcher Test fair und ethisch vertretbar? Und wie spiegeln sich gesellschaftliche Anti-Gender-Diskurse in dieser Diskussion wider? Zunächst soll die Vorgeschichte der aktuellen Gentests kurz beleuchtet werden.

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iRTG

2nd Retreat of CRC 1665 Sexdiversity at Plön Castle

All members of the Collaborative Research Centre „Sexdiversity “ (CRC 1665) gathered for the 2nd Retreat at the grand and breathtakingly beautiful Plön Castle. This two-day event, held on February 20-21, 2025, provided an excellent opportunity for collaboration, knowledge exchange, and productive discussions in a truly inspiring setting. As a member of the retreat organizing team, Svenja Denker, a doctoral candidate in the CRC, reflects on the event from her perspective.

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Allgemeines, Frequently Asked Questions

Was bedeutet „Sex Contextualism“?

Die einzelnen Forschungsprojekte des SFB „Sexdiversity“ forschen zwar zu verschiedenen Themen und kommen aus unterschiedlichen Disziplinen – von Medizin und Molekulargenetik über Neurowissenschaften bis hin zu Wissenschaftsgeschichte. Aber sie eint eine gemeinsame Perspektive: Alle Projekte forschen auf Grundlage des sogenannten „Sex Contextualism“, also eines kontextuellen Konzepts von Körpergeschlecht.

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Frequently Asked Questions

Stellt diversitätssensible Medizin die Gendermedizin in Frage?

Gelegentlich wird die Behauptung aufgestellt, die Diversitätsforschung würde die Gendermedizin gefährden oder rückgängig machen. Diese Unterstellung erzeugt Unsicherheit über das Verhältnis von geschlechtsspezifischer Medizin und Diversitätsforschung im Gesundheitsbereich. Dadurch wird zudem ein Konkurrenzverhältnis unterstellt, was so in der Realität nicht existiert. Vielmehr handelt es sich, wie ich zeigen möchte, um komplementäre Bereiche, die produktiv aufeinander Bezug nehmen.

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Events

Next Distinguished Lecture on NeuroGenderings 13. February 2025

The brain is increasingly conceived as an open biological system developing in mutual interchange with experiences (brain plasticity). Such embodying of the social contests the nature-nurture dichotomy as well as binary sex differences, and, instead, highlights the sex/gender development of brain-behaviour relations. In the transdisciplinary NeuroGenderings network, scholars from neurosciences, gender/queer and feminist science technology studies develop conceptual approaches to analyze the entangled biological, social, and cultural variables that constitute sexed/gendered brains whilst acknowledging their diversity.

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Publikationen

Veröffentlichungen des Sonderforschungsbereichs „Sexdiversity“ 2024

Seit der Arbeitsaufnahme des Sonderforschungsbereichs „Sexdiversity“ im April 2024 an der Universität zu Lübeck sind bereits wichtige wissenschaftlichen Publikationen entstanden. Zum dem Jahreswechsel informieren wir hiermit über die Veröffentlichungen aus dem Jahr 2024.

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