Autorenname: SFB1665

iRTG

Why does Parkinson’s Disease affect men more often?  DLS Recap on Sex Differences in Astrocytes and Oligodendrocytes

The first day featured a lecture by Julia M. Schulze-Hentrich, Professor of Genetics and Epigenetics at Saarland University. Alongside our CRC1665 group, colleagues from neurogenetics also joined the presentation, adding welcome expertise to the room. The paper “Sex and Gender Differences in the Molecular Etiology of Parkinson’s Disease”, which she co-authored, had been shared with the doctoral students beforehand, and to make it accessible across disciplines we also prepared a glossary of key terms.

Gesellschaft

IOC und Geschlechtstests im Sport: Fairness oder Ausgrenzung?

Im März 2026 hat das internationale olympische Komitee (IOC) neue Richtlinien für die Frauenkategorie im olympischen Sport verabschiedet. Grundlage dafür war eine umfassende Policy zum Schutz der Frauenkategorie im Sport im März 2026, in die wissenschaftliche, medizinische, rechtliche und ethische Erkenntnisse sowie Rückmeldungen von Athlet*innen eingeflossen sind.

Doing Science

Von Zellen, Mäusen und Menschen

Was können wir in der Hormonforschung aus Modellsystemen lernen? Und welchen Zusammenhang gibt es zwischen Geschlecht, Körpertemperatur und Herzschlag?
Dieser Blogbeitrag eröffnet einen Blick hinter die Kulissen der endokrinologischen Forschung. Er geht der Frage nach, wie Wissenschaftler*innen die chemischen Botenstoffe des menschlichen Körpers untersuchen können. Wie werden dabei Tier- und Zellmodelle eingesetzt? Und warum sind die von uns verwendeten Werkzeuge entscheidend?

Wissenschaftliche Grundlagen und Hintergründe

New Video Available: Julia Schulze-Hentrich on Sex Differences in Parkinson’s Disease

Parkinson’s disease affects men more frequently than women, yet the biological mechanisms underlying these sex differences remain incompletely understood. In her talk, Julia Schulze-Hentrich explored how genetic, environmental, and epigenetic factors may contribute to disease development and progression in a sex-specific manner.

In den Medien

Der SFB im Spiegel der Medien — Rückschau der Jahre 2024 und 2025

Dieser Beitrag bietet eine thematische Übersicht über die wichtigsten aktuellen Artikel und Beiträge zum Sonderforschungsbereich ‚Sexdiversity‘ (SFB 1665) – nicht chronologisch, sondern nach relevanten Themen geordnet.

Gastbeitrag

Leben in einer Welt, die nur zwei Geschlechter kennt: Die Geschichte von Cheryl Chase

Der folgende Gastbeitrag von Sophie Charlott Kriedemann beleuchtet die ethischen, medizinischen und sozialen Dimensionen von Intergeschlechtlichkeit, hinterfragt normative Vorstellungen von Geschlecht und diskutiert die Konsequenzen frühkindlicher medizinischer Eingriffe. Der Beitrag ist eine gekürzte und revidierte Version ihres Essays, das im Rahmen eines Ethikseminars im Sommersemester 2025 an der Universität zu Lübeck entstanden ist.

Events

3rd Collaborative Research Centre 1665 Retreat, Plön 2026

To foster scientific collaboration, members of the Collaborative Research Centre 1665 gathered on 5–6 February 2026 for their third annual retreat at the Fielmann Akademie in Plön. Situated directly on the lakeshore and offering a stunning winter panorama across the water, the venue provided a focused yet open atmosphere for exchange, reflection, and the development of a shared vision. The retreat was conceived as a milestone moment in the Centre’s ongoing work. It provided a space to reflect on research results, assess challenges, and prepare the agenda for the planned second funding phase.

Gastbeitrag

Hürden für trans*, intergeschlechtliche und nicht-binäre (TIN)-Menschen im Gesundheitssystem

Das Recht auf Gesundheit und medizinische Versorgung ist ein grundlegendes Menschenrecht, das allen Personen unabhängig von Geschlechtsidentität, Geschlechtsmerkmalen oder sexueller Orientierung zusteht. Dennoch sehen sich trans*, intergeschlechtliche ebenso wie nicht-binäre (TIN) Menschen im deutschen Gesundheitssystem tagtäglich mit einer Vielzahl von Barrieren konfrontiert. Diese Barrieren können den Zugang zu bedarfsgerechter, respektvoller und zeitnaher medizinischer Versorgung erheblich erschweren oder verzögern. Solche Herausforderungen betreffen nicht nur die medizinisch-fachliche Seite, sondern reichen tief in die Bereiche sozialer Teilhabe, Bürokratie, rechtliche Anerkennung und gesellschaftlicher Akzeptanz hinein. Im Folgenden werden diese Hürden eingehender beleuchtet – insbesondere im Zusammenhang mit Hormonbehandlungen, der Geschlechtskodierung in offiziellen Dokumenten (z.B. der Sozialversicherungsnummer) sowie der Kostenübernahme von medizinischen Maßnahmen durch die Krankenkassen.

iRTG

Genders in dissolution?

The Distinguished Lecturer Series (DLS) of CRC 1665 regularly brings together researchers from different disciplines to engage in critical dialogue on a wide range of topics covered by the umbrella term „Sexdiversity“. On 15 January 2026, the iRTG of the CRC 1665 welcomed Stefan Hirschauer, Professor at the Johannes Gutenberg University of Mainz and Speaker of the CRC 1482 “Human Differentiation”. He gave a public lecture with the title “Genders in dissolution? Sex & gender in historical change”. The lecture took place at the Center for Brain, Behavior and Metabolism (CBBM) of the University of Lübeck.

Doing Science

Listening to the Stories that medicine left out: SexDiversity Stories on Oral-History.digital

What do we really know about the history of sex diversity? Academic publications, clinical records and pharmaceutical archives tell us one part of the story but leave out those perspectives most directly affected: the experiences of those undergoing therapies, medical procedures and medical harm. Our project, Medicating Sex (S09), sets out to change that. We are building a collection of oral history interviews with people who experienced medical treatment during a period of rapidly evolving approaches to sex diversity, and we are making them accessible on the platform Oral-History.digital.

Gesellschaft

Geschlossene Gesellschaft: Geschlecht & Gefängnis

Gefängnisse sind Orte extremer Machtasymmetrien: Inhaftierte verlieren nicht nur ihre Freiheit, sondern unterliegen einer umfassenden staatlichen Kontrolle über Alltag, Körper und Identität. In diesem Sinne lassen sich Gefängnisse als Institutionen verstehen, in denen Disziplinierung und Normierung zentrale Funktionen erfüllen.
Doch wie wirken sich diese Formen der Normierung auf trans, inter und nicht-binäre (TIN) Personen aus? Das Verhältnis von Geschlecht und Gefängnis rückt derzeit erneut in den Fokus der Öffentlichkeit, ausgelöst durch zwei prominente Fälle: Zum einen die Auslieferung und anschließende Inhaftierung von Maja T., die sich als nicht-binär identifiziert und über gewaltvolle Haftbedingungen in Ungarn berichtet. Zum anderen der Fall der rechtsextremen Person Marla Svenja Liebich, deren kurz vor der Verurteilung erfolgte Personenstandsänderung eine mediale und politische Debatte über das Selbstbestimmungsgesetz (SBBG) und dessen mögliche Instrumentalisierung ausgelöst hat.

Gastbeitrag

Einblick in Selbstvertretung und Perspektiven der AGS-Initiative: Ein Gespräch mit einer langjährig engagierten Vertreterin

In diesem Interview sprechen wir mit einer langjährigen engagierten Vertreterin der Eltern- und Patienteninitiative zu Adrenogenitalem Syndrom (AGS), die sich seit vielen Jahren für die Interessen von Menschen mit AGS einsetzt. Die interviewte Person war über mehrere Jahre hinweg in unterschiedlichen Projekten und Gremien im Bereich der Versorgung und Selbstvertretung von Menschen mit Varianten der Geschlechtsentwicklung involviert und bringt ihre Perspektive weiterhin beratend ein.

Aktuelle Studien

Neue Studie zu Körperzusammensetzung und Fitness bei transgender und cisgender Personen

Eine aktuelle Studie mit Meta-Analyse im British Journal of Sports Medicine untersucht Unterschiede in Körperzusammensetzung und Fitness zwischen transgender und cisgender Personen sowie die Effekte einer Gender Affirming Hormone Therapy (GAHT).

Die Ergebnisse zeigen: Transfrauen sind nach Hormontherapie in Fettmasse, Muskelmasse, Kraft und Ausdauer weitgehend vergleichbar mit cisgeschlechtlichen Frauen.

Events, iRTG

Distinguished Lecturer Series – Geschlecht in Auflösung jetzt auf Youtube verfügbar

Die vollständige Aufzeichnung des Vortrags von Stefan Hirschauer, der am 15. Januar 2026 im Rahmen der Vortragsreihe „Distinguished Lecturer Series“ des iRTG des Sonderforschungsbereichs 1665 „Sexdiversity“ gehalten wurde, ist nun online verfügbar.

Gastbeitrag

My Fight for Fairness: An Athlete’s Perspective on DSD and the Science of Sex Testing: Statement by Prof. Dr. Maria José Martínez Patiño

We present a video statement of María José Martínez Patiño (former elite athlete, now professor at the University of Vigo, Spain), as shown at the event “Zwi:schen:räume – Gender Diversity in Science and Sport” on December 3, 2025, at Haus Eden in Lübeck. We also provide her full, unabridged statement, which has been written for the video and translated from Spanish.

Events

Rechtliche Anerkennung nichtbinärer Geschlechter im globalen Vergleich

Im Oktober 2025 diskutierten mehr als 20 Jurist*innen aus aller Welt auf einer rechtsvergleichenden Tagung, die für den SFB „Sexdiversity“ an der Europa-Universität Flensburg organisiert wurde, wie unterschiedliche Rechtsordnungen genderdiverse Menschen anerkennen – darunter inter*, trans* und nichtbinäre Personen. Besonders deutlich wurde, dass bei den Kämpfen um Anerkennung die obersten Gerichtshöfe der verschiedenen Länder und auch die internationalen Menschenrechtssysteme eine zentrale Rolle spielen.

Gesellschaft

Geschlecht und Sport – Die problematische Rückkehr der Sex-Tests

Seit September 2025 sorgt die Einführung von genetischen Geschlechtstest durch den internationalen Leichtathletikverband World Athletics für erheblichen Wirbel. Bei Wettbewerben wie der WM in Tokio müssen Athlet*innen, die in der Kategorie „Frauen“ antreten wollen, nachweisen, dass sie das sogenannte SRY-Gen nicht besitzen. Das SRY-Gen sitzt auf dem Y-Chromosom und setzt im Regelfall eine männliche Geschlechtsentwicklung in Gang. Wenn ein*e Athlet*in das SRY-Gen hat, führt es zum Ausschluss aus Frauenwettbewerben.
Diese Maßnahme löste eine Debatte aus, die sowohl wissenschaftliche als auch gesellschaftliche Fragen berührt: Können biologische Marker wie das SRY-Gen wirklich die komplexe Realität von Geschlecht abbilden? Ist ein solcher Test fair und ethisch vertretbar? Und wie spiegeln sich gesellschaftliche Anti-Gender-Diskurse in dieser Diskussion wider? Zunächst soll die Vorgeschichte der aktuellen Gentests kurz beleuchtet werden.

Gesellschaft

Recht und Versorgungslücken: Auswirkungen des BSG-Urteils vom 19. Oktober 2023 auf die medizinische Versorgung von trans* und nicht-binären Personen

Die Diagnose Geschlechtsinkongruenz beschreibt die Nicht-Übereinstimmung zwischen dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht und dem eigenen, erlebten Geschlecht. Menschen mit dieser Diagnose haben grundsätzlich Anspruch auf geschlechtsangleichende Maßnahmen, da diese medizinisch notwendig sind, um den oft massiven Leidensdruck zu lindern. Seit Ende 2023 gibt es jedoch neue Herausforderungen: Viele Krankenkassen übernehmen die Kosten für geschlechtsangleichende Behandlungen nicht mehr wie zuvor.

Events

Distinguished Lecturer Series – Daphna Joel Lecture Now Available on YouTube

In this lecture, Daphna Joel challenges the long-held assumption of a sex binary in neuroscience and psychology. Drawing on her research, she demonstrates that most human brains are unique “mosaics” of features more common in either women or men. This finding suggests that sex alone explains very little about brain structure or behavior, calling for a reevaluation of how we study and understand sex and gender in the brain.

Events

Why the Brain Isn’t Binary: DLS Recap on Rethinking Sex and Gender as a Mosaic

The lecture introduced central concepts in sex-based brain research and gendered neuroscience, with a focus on rethinking traditional binary models of the brain. Through vivid examples and data-driven insights, Professor Joel explored how unsupervised algorithms, anomaly detection, and brain architecture analyses can be used to challenge conventional perspectives and offer alternative interpretations of brain clustering methods. Participants were encouraged to reflect on how categories such as male and female are stereotypically constructed, applied, and questioned within both scientific and social frameworks. 

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